Schon seit längerer Zeit können Mädchen und auch Burschen in der Pfarre das Schneiderhandwerk erlernen. Abbé Jacques errichtete ein Gebäude für die Ateliers, mit dem Ziel 40 Ausbildungsplätze für Mädchen und Burschen zur Verfügung zu stellen.
Bereits die ersten Nähmaschinen wurden von unserem Arbeitskreis, d.h. durch Spenden von Freunden und Bekannten, finanziert. Da es in vielen Dörfern keinen Strom gibt, wurden Maschinen angeschafft, die, wie in der guten alten Zeit noch mit den Füßen angetrieben werden. ‚Die fabrikneuen Nähmaschinen kommen aus China. Offenbar gibt es auch dort in den Dörfern noch ähnliche Verhältnisse wie in Rwanda.
Die AbsolventInnen erhalten zum Abschluss ihrer Ausbildung eine neue Nähmaschine. Diese können sie mit nach Hause nehmen, damit sie dort das Erlernte weitergeben, gleichzeitig für sich und ihre Familien Näharbeiten erledigen und auch für andere arbeiten können.
Immer wieder sieht man junge Menschen an den Straßenrändern mit ihren Nähmaschinen Lohnarbeiten verrichten, so wie dies bei uns in einer Schneiderei üblich ist.
Seit letztem Jahr beteiligen sich die jungen Mädchen und auch Burschen, die ihre Schneidereiausbildung erfolgreich abschließen an Hilfsprojekten.
Als erste Arbeit nähen Sie für 10 Kinder armer Familien Schulkleidung. Die Übernahme von Verantwortung für andere und Teamarbeit ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Reduzierung der Armut im Land.
Junge Menschen in Rwanda, die mit Freude und Eifer diesen Beruf erlenen wollen, erhalten die Chance sich auf eigene Füße zu stellen und den Weg in eine bessere Zukunft zu ebnen.
Eine Nähmaschine kostet 100 Euro
(c) 2009-2010 Redaktion Jutta Becker