Pater Ubald, der Gründer unserer Partnerschaft mit Nyamasheke, feierte im Juli dieses Jahres sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Er ist als charismatischer Prediger für Frieden und Versöhnung weit über die Grenzen Rwandas und auch Afrikas bekannt. Zu seinen Versöhnungs- und Heilungsgottesdiensten versammeln sich oft bis zu 50.000 Gläubige. Dabei schenkt Gott immer wieder vielen Menschen Heilung an Seele und Leib. Sobald es die Situation in den Pfarren erlaubt, will Bischof Msg. Damascéne Pater Ubald für diesen Dienst freistellen.
Pater Ubald hat nun eine Vision. Er möchte auf einem ca. 28 Hektar großen Grundstück, welches unmittelbar am Kibusee liegt, ein Evangelisationszentrum errichten. Menschen, nicht nur aus Rwanda, sondern aus allen afrikanischen Ländern, soll dort kraftvoll das Wort Gottes verkündet werden. Es soll die Liebe zu den Mitmenschen und auch zu sich selbst, durch die Erfahrung der unendlichen Liebe Gottes wieder neu entfacht werden. Diese selbstlose, alles verzeihende Liebe, die Jeus uns selbst vorgelebt hat, soll im Sakrament der Versöhnung ihre Erfüllung finden und in der Folge zu einem tiefen inneren Frieden führen, der es möglich macht, auch mit den Mitmenschen und mit allem, was das Herz bisher belastete, aufrichtig Frieden zu schließen. Er stellt sich dies als einen Weg vor, der über die Liebe zur Versöhnung und von der Versöhnung zum Frieden führt.
Auf diesem Weg werden die Pilger von der heiligen Gottesmutter, der „Königin der Liebe“, von der Heiligen Bakhita, der „Heiligen der Versöhnung“ und schließlich wieder von der Gottesmutter, der „Königin des Friedens“ begleitet werden.
Herr Bischof Msgr. Damascéne stimmt mit Pater Ubald völlig überein. Auch er sieht die Notwendigkeit eines großen Evangelisationszentrums in Rwanda und er unterstützt dabei Pater Ubalds Idee. Es müsste allerdings zuerst dieses Grundstück angekauft werden. Der Grundeigentümer lebt in Belgien. Nach zähen Verhandlungen konnte der Kaufpreis von zunächst € 300.000 auf nunmehr € 250.000 herabgesetzt werden. Die Diözese ist außerstande diesen Betrag allein aufzubringen.
Durch die Großzügigkeit mehrerer Spender, vor allem durch zwei meiner Freundinnen, die eine lebt in Berlin, die andere in der Nähe von Graz, welche beide nahezu ihre gesamten Ersparnisse für diesen Zweck gegeben haben, konnte nun schon mehr als ein Drittel der Kaufsumme aufgebracht werden.
Wir möchten Pater Ubald und seinem Bischof Msgr. Damascéne bei diesem Vorhaben unterstützen, weil auch wir wollen, dass sich Gottes Wort und der Glaube an Jesus Christus in Afrika weiterhin ausbreitet und gelebt wird. Ein Auftrag, zu dem uns Jesus selbst verpflichtet hat: „Geht hinaus in alle Welt…“!
(c) 2009-2010 Redaktion Jacki Weitlaner & Karl Paar